Alle mal weglesen! Das ist jetzt für meine Tochter! For her eyes only! »Wie war das, Papa – wann warst du so richtig verliebt?«, will Tochter wissen. Tja, … also beim ersten Mal war ich sechs. Das Anno ’63, also im letzten Jahrtausend. Ich war gerade eingeschult. In der Volksschule in der Friedrichsfelder Parkstraße. Sie… Junge Herzen weiterlesen
Kategorie: It’s my life
Tagebucheintrag
Mit dem Transistor am Ohr
»Das könnt ihr euch heute nicht mal ansatzweise vorstellen!« – Den überheblichen Spruch gönne ich mir, wenn ich jungen Menschen von meiner Jugend erzähle. Sonst bleibt mir ja auch nichts, mit dem ich noch gleichziehen könnte. Im Sport und auch sonst mache ich jungen nix mehr vor. Man ist nur noch im Wege. Bei der… Mit dem Transistor am Ohr weiterlesen
Zettelwirtschaft
Zettel sind unverzichtbar! Für Ideen. Mal schnell was aufschreiben, weil man den Gedanken sonst wieder vergisst! Geistesblitze, die aufflackern und genauso schnell wieder verlöschen. Da ist man für jeden Schnipsel dankbar, auf dem man einen Einfall festhalten kann. Oft arten diese Schnipsel jedoch in eine Zettelwirtschaft aus und gerade der Aufschrieb, den man sucht, ist… Zettelwirtschaft weiterlesen
Es lebe der Sport!
Für ›Diz‹ (1941–2021), der uns Sport »lehrte« »Es lebe der Sport! Er is‘ gesund und macht uns hoart!«, sang Rainhard Fendrich in den Achtzigern. In den 1950/60-ern war uns das weder bewusst noch unser Ziel. Gesund und hart waren wir sowieso und Sport machte einfach Spaß! Wir hatten Kraft und die musste irgendwo hin. Also… Es lebe der Sport! weiterlesen
Jahreszeiten
Jahreszeiten. Davon hatten wir vier. Richtige Sommer, kalte Winter, Frühling und Herbst. Im Winter ging’s ab zur Lippe, Eislaufen auf dem gefrorenen Wasser. Oder schlindern auf der Straße. Der Schnee wurde zur Eisbahn zusammengekehrt. Wenn’s nicht reichte, wurde mit Wasser nachgearbeitet. Erwischen lassen durfte man sich nicht, auch wenn es noch nicht so viele Autos… Jahreszeiten weiterlesen
Selbstgemacht: Essen
Essen bereitete man selber zu. Was heißt »man« – Frau! Meine Mutter kochte gerne und gut! Besonders freuten mein Vater und wir Jungs uns auf ihren Sonntagsbraten: Rindsrouladen mit Soße und Salzkartoffen. Und Rotkohl! Oder Schweineschmorbraten. Anderer Braten, gleiche Beilagen. Dazu gab’s Salat. Kopfsalat, mit einem süßsauren Dressing aus Milch, Zitronensaft, kleingehackten Zwiebeln und etwas… Selbstgemacht: Essen weiterlesen
Selbstgemacht: Mode
Wir Kinder waren in puncto Klamotten eigentlich unprätentiös. Bis auf Cornelia Ufermann, die als frühreife Vierjährige meiner Mutter stolz ihre neueste Errungenschaft präsentierte: »Guck mal, Tante (bei uns waren alle Erwachsenen entweder Onkel oder Tante), ich hab ’nen Petticoat!«. Dabei drehte sie sich auf einem imaginären Laufsteg und ließ ihr Kleidchen wie eine Glocke hin… Selbstgemacht: Mode weiterlesen
YEAH! YEAH! YEAH!
Mein Musikgeschmack ist »m/w/d« – mal wirklich divers. Das liegt an meiner sozialen Prägung. Ich musste die Musikrichtungen mehrerer Generationen durchleiden. Von Rudi Schuricke bis hin zu Rammstein war alles dabei. Bei den Capri-Fischern bin ich heute noch textsicher. So wie auf einem Verkehrsschild in Chamonix steht bei meinem musikalischem Repertoire »Toutes directions« – alle… YEAH! YEAH! YEAH! weiterlesen
Fortbewegung
Wie wir uns fortbewegt haben? Na zu Fuß, auf Schusters Rappen! Wie erkläre ich jetzt, was ein Rappe ist, ohne dass ich mich zu weit vom eigentlichen Thema entferne? Wisst ihr was, gugelt das! Für lyrisch Veranlagte war es das »Pferd des kleinen Mannes«, prosaische Gemüter sagten dazu einfach »Schuhe«. Heute heißen sie Treter, Jordans… Fortbewegung weiterlesen
Die Warze
Irgendwann war sie da. Sozusagen über Nacht. Ich wollte sie wohl ungesehen machen und versuchte noch, sie zu verbergen, aber meine Oma bemerkte sie. Beim Mittagessen. »Der Junge hat ’ne Warze!« Richtig, da war ein linsengroßes Gezuppel an meinem linken Daumen, dass da nicht hingehörte. »Bitte nicht beim Essen, Mutter«, rügte ihre Tochter. »da vergeht… Die Warze weiterlesen
